Pressemeldung von MdB Bettina Hagedorn zur geplanten 380-kV-Trasse

Abgeordnete

Ostküstenleitung: Hagedorn wirbt bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel für die Aufnahme als Pilotvorhaben zur Erdverkabelung

Die SPD-Bundestagsabgeordnete für Ostholstein, Bettina Hagedorn, engagiert sich seit 2002 für einen bereits damals erkennbar erforderlichen Netzausbau - damals noch auf 110kV-Ebene - in Ostholstein. Sie hat sich bei der geplanten 380-kV-Trasse zwischen Göhl und Lübeck in den letzten Jahren kontinuierlich für eine Prüfung der Erdverkabelung als realistische Alternative zur Freileitung eingesetzt und nun die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums zur Erleichterung weiterer Pilotvorhaben zur Erdverkabelung zum Anlass genommen, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Aufnahme der Ostküstenleitung als Pilotvorhaben ans Herz zu legen (Anschreiben als Anlage).

Hagedorn: "Die Antwort unseres Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel hat mich am 24. März erreicht. Er schreibt, dass der Bundesbedarfsplan 2016 turnusmäßig novelliert werde und wörtlich (Zitat): ,In diesem Rahmen könnten weitere im Rahmen des NEP-Prozesses bestätigte Leitungsvorhaben einschließlich dann auch der Ostküstenleitung in den Bundesbedarfsplan aufgenommen werden. (.) Im Jahr 2016 wird sich daher die Frage stellen, ob auch die Ostküstenleitung Kandidat für ein weiteres Pilotvorhaben sein kann'. Für diese Perspektive müssen wir in Ostholstein nun hartnäckig kämpfen!"

Bettina Hagedorn hatte Sigmar Gabriel in ihrem Schreiben ausführlich geschildert, dass sich die geplante Ostküstenleitung - ggf. auch als Ostseekabel - hervorragend als zusätzliches Pilotvorhaben eignet. Besonders zwischen Göhl und Lübeck fällt die Leitung in die Kategorien "hoher Raumwiderstand" und "mittlerer Raumwiderstand" - was zu den Kriterien für Pilotvorhaben zählt.

Hagedorn: "Als SPD-Kreisverband haben wir bereits im März 2014 eine Konferenz zur schwierigen Suche nach einer verträglichen Höchstspannungstrasse ausgerichtet. Im Ergebnis waren wir uns einig, dass ein Seekabel in der Ostsee die beste Option darstellen würde - der zuständige Übertragungsnetzbetreiber TenneT sieht hier keine technischen Probleme. Ohne die gesetzliche Grundlage als Modellprojekt darf die TenneT diese Option aber nicht planen. Deswegen ist die Antwort unseres Wirtschaftsministers an mich ein Anlass, mich hoffnungsvoll weiter in dieser Angelegenheit zu engagieren! Ich setze dabei auf den kraftvollen Schulterschluss aller betroffenen Kommunen."

Die Suche nach einer verträglichen Trassenführung gestaltet sich auch durch die gleichzeitige Trassenplanung der Hinterlandanbindung der festen Fehmarnbeltquerung schwierig. Die Perspektive einer Höchstspannungstrasse in Form einer Freileitung quer durch Ostholstein zusammen mit der ungeklärten Frage des Güterverkehrs bis zur Fertigstellung der Hinterlandanbindung der Beltquerung stellt Ostholstein als eine der tourismusintensivsten Regionen Deutschlands vor immense Herausforderungen und gefährdet logischerweise die Akzeptanz beider Projekte. Hagedorn abschließend: "Die Aufnahme als Pilotprojekt wäre ein Signal an die Menschen in Ostholstein, dass ihre berechtigten Befürchtungen ernst genommen werden."

Lesen Sie hier die Anfrage von MdB Bettina Hagedorn an den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel.

Die Antwort finden Sie hier!