ATOMKRAFT? - NEIN DANKE - Großer Infostand am Ostersamstag, 23. April 2011

Veranstaltungen

Informationsstand zum Thema ”ATOMKRAFT? NEIN DANKE!” am Ostersamstag, 23. April 2011 in der Zeit zwischen 10:00 und 12:00 Uhr am Sky-Fachmarktzentrum Scharbeutz

Der Scharbeutzer SPD-Ortsverein wird am kommenden Ostersamstag (23. April 2011) ab 10:00 Uhr mit einem Informationsstand gegen die weitere Nutzung der Atomenergie am Scharbeutzer Sky-Fachmarktzentrum vertreten sein.

Aus Sicht der SPD war es fatal von der jetzigen schwarz-gelben Bundesregierung, den Ausstieg aus dem Ausstieg zu vollziehen.
Auch das aktuelle 3-monatige Moratorium von Merkel und Westerwelle nach der unvorstellbaren Katastrophe in Japan kann man leider nur als wahltaktisches Manöver vor den Landtagswahlen klassifizieren.

Am Infostand werden neben vielen Informationen auch Listen ausgelegt, in die sich die Bürgerinnen und Bürger eintragen können, um damit ein klares Zeichen gegen die Kernenergie zu setzen.

Zudem wollen die Mitglieder des Scharbeutzer SPD-Ortsvereines noch einmal verdeutlichen, dass nicht nur die Atomenergie ein zu hohes Risiko für die Menschen darstellt, sondern auch dass es für den bisher angefallenen Atommüll weltweit immer noch kein Endlager gibt. Der Verdacht liegt nahe, dass das Moratorium nur den Interessen der Atomlobby dient. Aus Sicht vom Scharbeutzer SPD-Ortsverein wäre dieses Vorgehen unverantwortliches Handeln für kommende Generationen.

Eine Energiewende ist bereits heute möglich, z.B. durch die Umstellung auf Erneuerbare Energien. Zeit, auch für die Scharbeutzer Bürger, sich zu empören!

Das Atomkraftwerk Krümmel liegt an der Elbe, nur etwa 85 Kilometer süd-östlich von Scharbeutz. Obwohl das AKW erst 1983 in Betrieb genommen wurde, gehört es vom Bautyp her zu den alten Siedewasserreaktoren. Der Reaktor steht nach gravierenden Störfällen seit mehr als drei Jahren still. Der Betreiber Vattenfall kündigt aber die Wiederinbetriebnahme für die zweite Jahreshälfte 2011 an.

Die Bundesregierung hat sich noch nicht festgelegt, wie viele Atomkraftwerke wirklich stillgelegt werden sollen und wie lange die anderen Reaktoren noch weiter betrieben werden. Das wird dazu führen, dass die Stromkonzerne und ihre Unterstützer in den Regierungsfraktionen weiter Druck machen, damit aus der Katastrophe von Fukushima möglichst wenig Konsequenzen gezogen werden.

Das AKW Krümmel ist von seinem Aufbau her lediglich eine leicht modernisierte Variante eines deutlich älteren Atomkraftwerk-Typs. Es galt schon bei seiner Inbetriebnahme 1983 als veraltet.
Seit Inbetriebnahme zählte die Störfallmeldestelle insgesamt mehr als 300 „meldepflichtige Ereignisse“ in Krümmel. Wie bei allen AKWs in Deutschland entsprechen auch die Sicherheitsvorkehrungen in Krümmel nicht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts müsste es daher abgeschaltet bleiben.
Wie alle Atomkraftwerke würde auch das AKW Krümmel den Absturz eines Passagierflugzeugs nicht überstehen. Das Sozialministerium in Kiel verweist bisher darauf, das Risiko eines solchen Absturzes sei „praktisch ausgeschlossen“.
Das Bundesverfassungsgericht hat dagegen bei Atomanlagen einen Schutz gegen alle nur denkbaren Unfälle zur Auflage gemacht.

Im dünn besiedelten Umkreis von fünf Kilometern um das AKW Krümmel sind seit 1989 mindestens 19 Kinder an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt. Das ist die weltweit größte Häufung auf so engem Raum. Eine Studie des Mainzer Kinderkrebsregisters wies unlängst ein erhöhtes Krebsrisiko bis zu 50 Kilometern rings um alle deutschen Atomkraftwerke nach.

Sowohl das AKW Krümmel als auch das AKW Brunsbüttel stehen seit den Unfällen Ende Juni 2007 still. Trotzdem ist nirgendwo ein Licht ausgegangen. Vielmehr exportiert Deutschland immer noch jedes Jahr mehrere Terawattstunden überschüssigen Strom ins Ausland.

Die SPD Schleswig Holstein steht für den Umbau der Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien. Es muss uns gelingen, alle Menschen mit ausreichend Energie zu versorgen, ohne dabei das Klima oder die Umwelt zu ruinieren. Ob im Verkehr, bei den privaten Haushalten oder der Verstromung: Energie aus Kohle, Gas und Öl sind die Hauptverursacher des vom Menschen gemachten Klimawandels.
Deshalb ist wirksamer Klimaschutz ohne eine nachhaltige Energiepolitik unmöglich.

Dazu Ortsvereinsvorsitzender Joerg Schimeck: „Diese mutige Strategie für mehr erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz führt nicht nur zu geringeren Energiekosten für Deutschland, sondern auch zu mehr Wachstum und Beschäftigung.“

Diese und viele andere Gedanken verdienen Antworten aus erster Hand und so stehen alle Vorstandsmitglieder und Gemeindevertreter des SPD-Ortsvereines selbstverständlich für Gespräche rund um das Thema ”Erneuerbare Energien statt Atomkraft“ in der Zeit zwischen 10:00 und 12:00 Uhr für alle Bürgerinnen, Bürger und Interessierte mit vielen Informationen zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Sie: Sozialer. Gerechter. FÜR SCHARBEUTZ!

Ihre SPD Scharbeutz
Joerg Schimeck, Vorsitzender