Die Vielfalt der Knicks in Schleswig-Holstein sichern

Aktuelles

Banner MdL Sandra Redmann 146

Zur Debatte um die Knickschutz-Verordnung erklären die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sandra Redmann, und die agrarpolitische Sprecherin Kirsten Eickhoff-Weber:

Die Ankündigung des Ministers, in den kommenden Monaten die Alltagstauglichkeit der Knickschutzverordnung aufmerksam zu prüfen und mögliche Änderungen in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Landwirtschaft und Naturschutz erarbeiten zu lassen, begrüßen wir ausdrücklich. Knicks sind Bestandteil unserer Kulturlandschaft, sie sind unersetzlich für den Arten- und Biotopschutz. Deshalb wollen wir sie bewahren und sichern.

Doch das Erscheinungsbild und der Zustand der Knicks sind regional sehr unterschiedlich. Eine Verordnung für das ganze Land kann diese regionalen Unterschiede nicht differenziert regeln. Daher muss vor Ort die Möglichkeit zu Gestaltung und zur Entwicklung gegeben sein. Es kann nicht nur um die Beibehaltung des jetzigen Zustands, sondern es muss auch um zukünftige Entwicklungen gehen. Wir wollen keinesfalls, dass die Knickschutzverordnung einen Generalverdacht gegen die Landwirtschaft darstellt. Knickschutz, -erhalt und Weiterentwicklung geht nur mit den Landwirten und Grundeigentümern. Dafür setzt sich die SPD ein. Der Knickerlass muss der Realität angepasst sein, er muss in der Praxis handhabbar sein und gleichzeitig seinen Zweck erfüllen. Wir sehen darin keinen Widerspruch und gehen davon aus, dass praktikable Lösungen gefunden werden, so wie wir es seit Beginn der Diskussion gefordert haben.